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Grün und smart zum Erfolg: Shanghai schreibt neues Kapitel der hochwertigen Entwicklung

Wang Ruying  ·   2025-12-09  ·  Quelle:cdd-online.com.cn
Stichwörter: Shanghai;Schneider Electric;Huaqin
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Grün und smart – so lautet die Erfolgsformel, auf die Shanghai schon seit einigen Jahren setzt. Die Metropole beschreitet derzeit einen neuen Entwicklungsweg, der auf einem „Doppelantrieb“ basiert: einer Kombination aus intelligenter Fertigung durch neue Technologien und kohlenstoffarmer Entwicklung. Getrieben von der Idee eines smarten und umweltfreundlichen Fortschritts gestalten internationale wie auch einheimische Unternehmen in der Millionenstadt gemeinsam die Zukunft. Das Ziel: hochwertige Entwicklung. Geht diese Rechnung auf? Eine Analyse am Beispiel der Firmen Schneider Shanghai Industrial Control und Huaqin Telecom Technology. 

  

Startschuss der 3. China International Supply Chain Expo am 16. Juli 2025 in Beijing: Der Konzern Schneider Electric präsentiert sich bei seiner CISCE-Premiere im Ausstellungsbereich „Digital Technology Chain“. 

Tech-Innovationen als Effizienz- und Qualitätsbooster 

In der Werkstatt von Schneider Electric im Shanghaier Stadtbezirk Putuo stechen besonders die automatisierten Produktionslinien ins Auge. Sie fertigen in erster Linie Komponenten wie Wechselstromschütze, Leistungsschalter und thermische Überlastrelais. Wendige Roboterarme montieren, prüfen und verpacken emsig die Produkte, und das mit höchster Präzision, während Monitore in Echtzeit relevante Produktionsdaten anzeigen und damit alle Abläufe transparent machen. Durch die Gänge fahren derweil vollautomatische Gabelstapler. Kurzum: An augenscheinlichen Beweisen für den smarten Charakter dieser weltweit führenden Leuchtturmfabrik im Herzen Shanghais mangelt es nicht. Das Schlagwort „smarte Transformation“ ist hier längst Programm. 

Vor dem Hintergrund der wachsenden globalen Bedeutung künstlicher Intelligenz für die industrielle Entwicklung setzt auch der Weltkonzern Schneider Electric konsequent auf diese Technologie. Ein Beispiel ist das KI-gestützte visuelle Prüfsystem der Firma in ihrer Putuoer Werkstatt. Durch effiziente, präzise und vollständige Kontrolle stellt es kontinuierlich die Produktqualität sicher. 

Darüber hinaus integriert Schneider Electric Technologien wie 5G, KI und Big Data in sämtliche Produktions- und Betriebsprozesse. Laut Mao Feifei, Geschäftsführer von Schneider Shanghai Industrial Control, setzt das Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produktprototypen heute auf eine Plattform für Produktlebensdauertests, die auf maschinellem Lernen basiert. Dadurch sei es gelungen, die durchschnittliche Entwicklungszeit um 63 Prozent zu verkürzen, so Mao. In der Fertigungspraxis ließen sich die modularen und flexiblen Produktionslinien der dritten Generation, allesamt vollautomatisiert, je nach Auftrag zudem schnell umrüsten, so der Unternehmensvertreter, was die Wiederverwendungsrate der Anlagen um 85 Prozent gesteigert habe. Bei Wartung und Instandhaltung kombiniere Schneider Electric Augmented-Reality-Technologien (AR-Technologien) mit KI-generierten Inhalten (AIGC), was die Reparaturzeiten um 30 Prozent verkürzt habe. Zudem verbinde ein KI-gestütztes End-to-End-Lieferkettensystem vor- und nachgelagerte Unternehmen eng miteinander, was die Gesamteffizienz steigere. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten. 

 

KI-Technologien sind bereits in verschiedenste Fertigungsbereiche von Schneider Electric integriert. (Foto: Schneider Electric) 

Huaqin Telecom Technology setzt sich derweil für einen Wandel von „Made in China“ hin zu „Intelligently Made in China“ ein. Eine Strategie, die für die Entwicklung des chinesischen Unternehmens als richtungweisend gilt. Als globaler Plattformanbieter für intelligente Produkte beliefert die Firma globale Technologieunternehmen mit End-to-End-Dienstleistungen in Bezug auf Produkte, Systeme, Hard- und Softwareentwicklung sowie Betrieb und Fertigung. Jährlich versorgt Huaqin so hunderte Millionen Verbraucher in über 100 Ländern und Regionen mit Smartphones, Tablets, Laptops, intelligenten Wearables, AIoT-Produkten und Datacenter-Produkten sowie Automobilelektronik. 

Um neue Technologien zu erschließen, baut Huaqin derzeit sein Forschungsinstitut X-LAB auf, das sich auf zukunftsweisende Schlüsseltechnologien konzentriert. Mit technologischer Führungsstärke will der chinesische Konzern sowohl die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte steigern als auch seine Rolle als Branchenmaßstab festigen. 

Das X-LAB umfasst inzwischen fünf Laborzentren für Akustik, Optik, Thermik, Funktechnik und Simulation. Zudem erforscht die Firma Kerntechnologien für humanoide Roboter, wodurch ein Technologie-System nach dem Prinzip „Forschung an Basistechnologien + Inkubation von Zukunftsindustrien“ entstanden ist. Die intensive Arbeit an allgemeinen Basistechnologien ermöglicht es Huaqin, jederzeit auf Marktanforderungen zu reagieren. „Bei den derzeit sehr gefragten VR- und AR-Produkten beispielsweise werden optische Technologien benötigt. Wenn Kunden in diesem Bereich Bedarf haben, können unsere Forscher sofort entsprechende Lösungen entwickeln“, erläutert Yu Fang, leitende Direktorin der Abteilung für Wertpapierangelegenheiten von Huaqin. 

Bis dato hat das X-LAB bereits zahlreiche wegweisende technologische Errungenschaften hervorgebracht, darunter die Bassverstärkungstechnologie MetaBass sowie KI-gestützte Bildverarbeitungsalgorithmen. In Zukunft soll das X-LAB seine produktionsnahen Technologien kontinuierlich weiterentwickeln, um Huaqins branchenführende Position in zukunftsträchtigen Technologiefeldern weiter auszubauen. 

Grüner Wandel: Energieeffizienz als Schlüssel zu Nachhaltigkeit 

Vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels ist nachhaltige Entwicklung für Unternehmen heute ein Muss. Egal ob internationale Konzerne oder chinesische Unternehmen – wer das „grüne Tempo“ beschleunigen kann, sichert sich den Zugang zur Zukunft. 

Mao Feifei erklärt: „Schneider Electric hat seine Nachhaltigkeitsziele in das Kerngeschäft integriert. Gemeinsam mit unseren Partnern treiben wir mithilfe neuester Technologien die Klimaneutralität voran. Unsere Firma ist nicht nur ein Umsetzer von Nachhaltigkeit, sondern wir ermöglichen diese auch.“ In China wurden bereits 15 Werke des Konzerns vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie als „grüne Fabriken“ zertifiziert. Und die über 21 „klimaneutralen Fabriken“ des Unternehmens liefern kontinuierlich innovative grüne Produkte für den chinesischen und globalen Markt. 

Im zweiten Quartal 2025 entfielen 74 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes von Schneider Electric auf nachhaltigkeitsrelevante Einnahmen. Dadurch konnten für die Kunden 734 Millionen Tonnen an CO-Emissionen eingespart bzw. vermieden werden. Gleichzeitig schreitet die Dekarbonisierung der Lieferkette voran. Gestützt auf sein Zero-Carbon-Project hat Schneider Electric weltweit fast 1000 Zulieferern zu einer durchschnittlichen Emissionsminderung von 48 Prozent verholfen. 

Derzeit weitet Schneider Electric seine Emissionsminderungsmaßnahmen von den eigenen Betrieben auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und entwickelt sich dabei von Klimaneutralität hin zu Netto-Null-Emissionen. Bis 2030 will das Unternehmen einen eigenen klimaneutralen Betrieb erreichen, bis 2050 in der gesamten End-to-End-Wertschöpfungskette Netto-Null-Emissionen verwirklichen. 

Auch Huaqin hat sich ambitionierte Klimaziele gesteckt. Wie He Xiangfeng, Leiter des ESG-Exekutivkomitees (Leitungsgremium für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) von Huaqin, erklärt, hat das Unternehmen im Einklang mit den nationalen Dual-Carbon-Zielen eigene Zielsetzungen definiert: Demnach will die Firma den Zenit ihrer CO-Emissionen bis 2030 erreichen und bis 2050 CO₂-neutral werden. Zudem ist eine jährliche Senkung der CO-Emissionsintensität um dreiProzent geplant. 

„Dafür haben wir eine Reihe von Maßnahmen ergriffen“, sagt He. „So setzen wir beispielsweise verstärkt auf grüne Elektrizität. Solaranlagen auf den Dächern unserer Standorte liefern saubere Energie für die Produktion. Zusätzlich beziehen wir Ökostrom aus dem staatlichen Netz. So steigern wir mit jedem Jahr den Anteil erneuerbarer Energien in unserer Produktion.“ 

 

Panorama der anderen Art: Dieses Bild der Shanghaier Skyline wurde aus elektronischen Komponenten von Huaqin zusammengesetzt. (Foto: Wang Ruying) 

Shanghai als Schablone für die Zukunft 

Schneider Electric ist seit 38 Jahren in China tätig. Heute ist die Volksrepublik für den Konzern der zweitgrößte Markt weltweit und zugleich einer der wichtigsten Standorte für Lieferketten sowie einer der vier großen Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Laut Mao ist die erfolgreiche Entwicklung von Schneider Electric in China eng mit der Wahl Shanghais als Standort verbunden. Als internationale Metropole verfüge Shanghai über Vorteile in den Bereichen Lieferkette, Fachkräfte und politische Unterstützung. 

Mao sagt: „In Shanghai gibt es viele Werke, die in Clustern angesiedelt sind und die Lieferketten sind rund um das Jangtse-Delta aufgebaut. So können unsere Lieferanten die Rohmaterialien täglich, manchmal sogar zweimal pro Tag, anliefern. Unser Forschungs- und Entwicklungszentrum in Shanghai befindet sich in der Zhangjiang Science City, was einen kontinuierlichen Zustrom von Innovationstalenten sicherstellt.“ Auch profitierten die firmeneigenen Werke von der Unterstützung der örtlichen Behörden, sagt er. „Beispielsweise arbeitet das Werk im Bezirk Putuo dieses Jahr mit der Shanghai Municipal Commission of Economy and Information zusammen, um die intelligente Fertigung auf eine neue Stufe zu heben. Dahinter stehen zahlreiche industriepolitische Maßnahmen.“ 

 Mit KI zur Mobilität der Zukunft: Stand von Huaqin Telecom Technology auf der Shanghaier Automesse 2025 

„Shanghai bedeutet für unsere Entwicklung Sicherheit und Zuverlässigkeit“, sagt auch Li Yan, leitende Direktorin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit von Huaqin. „Die Metropole ist ein globales Informationszentrum und bietet hervorragende Möglichkeiten, Fachkräfte zu gewinnen. Das ist für ein forschungsintensives Unternehmen wie unseres von entscheidender Bedeutung.“ Außerdem habe die Shanghaier Regierung in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Anwerbung von Investitionen gemacht, etwa durch politische Fördermaßnahmen und Talentzuschüsse, nicht nur für führende Unternehmen, sondern auch für mittelständische Betriebe, sagt die PR-Chefin. „Über unseren Standort Shanghai können wir sowohl mit globalen Kunden in Kontakt treten als auch auf die internationale Bühne blicken. All dies verleiht unserem Unternehmen unerschöpfliche Innovationskraft.“ 

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