日本語 Français English 中 文
  • descriptiondescription
Startseite China International Wirtschaft Kultur Porträt Bilder Video
Startseite >> Wirtschaft

Hier entstehen die E-Autos der Zukunft: Besuch in der Maextro-Superfabrik in Anhui

Zhao Yang  ·   2025-12-09  ·  Quelle:cdd-online.com.cn
Stichwörter: Anhui;E-Autos
Druck
Email

Elektromobilität und andere alternative Antriebe sind der Trend im Automobilsektor. China hat sich hier zu einem Vorreiter entwickelt. Innerhalb nur eines Jahrzehntes hat die Industrie der New Energy Vehicles, also der mit neuen Energien angetriebenen Fahrzeuge, in der Volksrepublik eine sprunghafte Entwicklung erlebt. Sie gilt heute als Sinnbild des Aufschwungs der Produktivkräfte neuer Qualität im Land. 

Am 30. Juni dieses Jahres blickte das von der JAC Group und Huawei gemeinsam entwickelte Modell „Maextro S800“ auf einen erfolgreichen ersten Monat nach Verkaufsstart zurück. Mit über 6500 verbindlichen Bestellungen – ein neuer Rekord im chinesischen Premium-Automobilmarkt im Millionen-Renminbi-Segment – schlugen die beiden heimischen Unternehmen ein bedeutendes neues Kapitel in der Entwicklungsgeschichte der E-Mobilität auf. In der Maextro-Megafabrik im Kreis Feixi von Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhui, begeben wir uns auf die Spuren der Erfolgsrezepte der neuen Smart-Industrie. 

 

Präsentation im futuristischen Design: Am 18. Juni 2025 wurde die Serienproduktion des S800-Modells in der Maextro-Superfabrik in Feixi gefeiert. Geladen waren auch Lieferketten-Partner. 

Megafabrik setzt neue Maßstäbe 

In der Schweißwerkstatt des Hightechwerks surren flinke Roboterarme mit Hochpräzision zwischen den Produktionsbändern hin und her, sie greifen, messen, berechnen, fixieren und fügen so in kürzester Zeit vier Türbleche zusammen, bis die Rohkarosserie eines Maextro-S800 Gestalt annimmt. Wei Dawei, Leiter der Superfabrik, erklärt: „Die Produktionslinien sind mit über 1800 solcher intelligenten Roboter ausgestattet, die alle Arbeitsabläufe vom Pressen und Schweißen über das Lackieren bis hin zur Endmontage übernehmen, vollständig automatisiert und digitalisiert. Gleichzeitig unterstützen sie auf smarte Weise auch flexible Individualisierungsprozesse.“ Besonders im Schweiß- und Lackierbereich habe man in der Hightechfabrik branchenführende Digital-Twin-Standards erreicht, gibt Wei zu Protokoll. 

Der Maextro gehört zum Teuersten, was derzeit auf dem Markt für chinesische Elektrofahrzeuge zu haben ist. Doch sein Premium-Charakter zeigt sich nicht nur im Preis, sondern auch an strengsten Qualitätsanforderungen. Der Anspruch des Aufstiegs in die Spitzenliga der Stromer prägt jedes Detail, jeder Blickwinkel fördert eine technologische Meisterleistung zutage. 

Luo Shicheng, Assistent der Geschäftsführung der JAC Group, hat am gesamten Markenaufbau des Maextro mitgewirkt. Er erläutert: „Für das neue Modell fanden zahlreiche bisher ungenutzte Verfahren Anwendung. Beispielsweise kam beim Fahrzeuglack das sogenannte 6C4B-Beschichtungsverfahren zum Einsatz, aufgetragen durch branchenweit erstmalig eingesetzte Zweifarben-Trennroboter. Mittels KI-gestützter visueller Positionierung sowie eines Kraftregelsystems konnte die Trennlinienpräzision bei unter 0,3 mm gehalten werden, bei automatischer Nachpolitur.“ Luo betont: „Eine stufenlose Trennlinie beim Besprühen zu erreichen, ist technologisch höchst anspruchsvoll.“ 

Als intelligente Fabrik, die digitale Entwicklung, umweltfreundliche Fertigungsverfahren und Markenerlebnisdienstleistungen vereint, verfügt die Maextro-Super-Factory über 86 Qualitätsschleusen, die mehr als 26.000 kritische Datenpunkte analysieren und zurückverfolgen. Dabei kommen Huawei-eigene Algorithmen zum Einsatz. Durch industrielle Inspektionsroboter werden 1500 Schlüsselpunkte mittels KI-basierter optischer Prüfung überwacht, um Spitzenqualität zu gewährleisten. Die Jahresproduktionskapazität des Werks liegt bei 200.000 Fahrzeugen. Bei Vollauslastung rechnen die Betreiber mit einem Produktionswert von 100 Milliarden Yuan. 

 

 Jobmaschine: Abendlicher Panoramablick auf die Maextro-Superfabrik in Feixi 

Basierend auf Huaweis iDME-Technologie (Industrial Digital Model Engine) erfasst die Fabrik 300.000 Datenpunkte pro Sekunde. Diese Integration bietet verlässliche Prozesssicherheit und ermöglicht durch Big Data eine kontinuierliche Optimierung der Abläufe aller Fertigungsverfahren, wodurch die Fabrik stets auf dem neuesten Stand ist und sich stetig weiterentwickelt. Li Ming, Generalmanager der JAC Group, sagt: „Wir haben in Schlüsseltechnologien und zukunftsträchtigen Feldern intensiv geforscht und betreten nun das Neuland intelligenter Elektrofahrzeuge im Ultra-Premium-Bereich.“ 

Fakt ist: Für technologische Innovationsleistungen wie diese braucht es ein Heer an fähigen Fachkräften. Li verweist hier auf das 5000-köpfige Maextro-Entwicklungsteam, das globale Spitzentalente zusammenbringt. Kooperationen mit der Tsinghua-Universität, der University of Science and Technology of China sowie gemeinsame Labore mit Forschungsteams unter der Leitung von Mitgliedern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen hätten die Erforschung und Anwendung zukunftsweisender Technologien vorangetrieben. Und das verleihe der Marke starke Dynamik. 

Li kündigt zudem an: „JAC intensiviert bereits die Entwicklung zweier Nachfolgemodelle und vertieft die Zusammenarbeit mit Technologieführern wie Huawei, um mithilfe von Win-win-Partnerschaften neue Modelle zu entwickeln.“ Für die anstehende Periode des 15. Fünfjahresplans (2026 - 2030) werde man die F&E-Investitionen weiter erhöhen, verrät er. „Wir streben an, jährlich über acht Prozent unseres Umsatzes in Forschung zu investieren, um die Produktentwicklung kontinuierlich mit frischer Energie zu speisen.“ 

 

Smarte Helfer: Eine automatisierte Schweißproduktionslinie der Maextro-Superfabrik. 

Neue Dynamik​ durch Industriecluster 

Die Ansiedlung der Maextro-Superfabrik in Feixi ist kein Zufall. Als Geburtsort der chinesischen Agrarreform „Baochandaohu“, also des vertragsgebundenen Systems für auf Haushaltsbasis festgesetzte Erträge, verströmt der Kreis noch immer großen Pioniergeist, der im neuen Zeitalter lebendige Dynamik entfacht. 

„Feixis Kernstrategie bleibt die Stärkung des Kreises durch Industrie“, betont Sun Hao, Direktor der örtlichen Behörde für Industrie und Informationstechnologie. Der Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt sei von 42,6 Prozent im Jahr 2021 auf 50,7 Prozent 2024 gestiegen, mit jährlichen Wachstumsraten von über zehn Prozent, erklärt er in diesem Kontext. 

Feixi zählt seit 15 Jahren zu Chinas Top-100-Kreisen und führt seit 16 Jahren die Wirtschaft auf Kreisebene in Anhui an. Der Kreis gilt als der erste in der Provinz, der ein BIP von einhundert Milliarden Yuan erreichte. Im ersten Quartal 2025 wuchs die Elektrofahrzeugindustrie hier um 51,2 Prozent. Sie ist mittlerweile zur tragenden Säule der strategischen neuen Industrien in Feixi gereift. 

 

Luftaufnahme der Superfabrik JAC-Huawei für die Marke Maextro: Das Hightechwerk liegt im Smart-Industriepark Feixi für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Hefei in der Provinz Anhui 

Mit Fokus auf die Leitindustrie der E-Autos hat Feixi bestehende Chancen gut genutzt und auf Basis der vorhandenen Industriestruktur sowie geografischer Vorteile über 20 führende Unternehmen der Wertschöpfungskette sowie fast 200 Zulieferer angezogen. Neben JAC siedelten sich unter anderem der Batteriesystemführer Huating Power, Chinas IGBT-Marktführer CRRC Times Semiconductor und der weltgrößte Hersteller für Fahrzeugsicherheitssysteme Autoliv an. So entstand ein Spitzencluster, geführt von der Premium-Fahrzeugindustrie, mit einer Ballung von Zulieferern für Kernkomponenten und einer kompletten Dienstleistungskette. Die Industrieketten decken Fahrzeuge, Dreistromsysteme, Fahrzeugsicherheit, Fahrwerk bzw. Karosserie, Innen- und Außenausstattung, Aftermarket und intelligente Vernetzung ab. 

In den letzten Jahren hat sich der Kreis vermehrt auf die „5+X“-Industriestruktur konzentriert. Strategische neue Industriecluster haben sich rasant entwickelt – darunter zwei Cluster im Wert von hundert Milliarden Yuan (nämlich E-Autos und integrierte Schaltkreise), zwei 50-Milliarden-Yuan-Cluster (Biopharmazie und fortschrittliche Photovoltaikspeicher) sowie ein Cluster im Wert von zehn Milliarden Yuan (die Low-Altitude Economy). 2024 erreichte das regionale BIP 121,24 Milliarden Yuan (mit einem Jahreswachstum von 10,3 Prozent). Der industrielle Gesamtoutput der größeren Unternehmen vor Ort stieg um 23,5 Prozent und die industrielle Wertschöpfung dieser Firmen wuchs um 28,3 Prozent. Mit Hightech und Innovationsstärke gibt Feixi also eine glanzvolle Antwort auf die Frage, wie sich im neuen Zeitalter in China hochwertige Entwicklung verwirklichen lässt. 

LINKS:

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


互联网新闻信息服务许可证10120200001 京ICP备08005356号-2 京公网安备110102005860号