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Essen im App-Zeitalter – Wie junge Start-ups Chinas Delivery-Branche umkrempeln

Von Verena Menzel  ·   2016-05-05  ·  Quelle:China Heute
Stichwörter: Essen;APP;Küche;China
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„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.“ Diese weisen Worte stammen aus dem Mund des französischen Meisterkochs Auguste Escoffier  (1846-1935), der einst durch seine Publikation des „Guide Culinaire“ Weltruhm erlangte. Heute allerdings bleibt die Küche vielerorts immer häufiger kalt. Besonders im modernen Großstadtleben nehmen immer mehr Menschen rund um den Erdball Abschied vom Kochen, ja verlernen es gar. 

Die traditionellen Strukturen, in denen Mütter und Großmütter hinterm Herd standen und ihr kulinarisches Wissen an die nächste Töchtergeneration weitergaben, sind passé. Stattdessen verbringen wir heutzutage immer weniger Zeit in der guten, alten Kochstube, wie jüngst eine groß angelegte internationale Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, Deutschlands größtem Marktforschungsinstitut, gezeigt hat. Die Macher der Studie hatten insgesamt 27.000 Teilnehmer aus 22 Ländern im Alter von 15 Jahren aufwärts danach gefragt, wie viel Zeit sie pro Woche in der Küche verbringen. Das Ergebnis: Deutsche und Franzosen gaben an, im Schnitt 5,4 bzw. 5,5 Stunden pro Woche am Herd zu stehen, die Chinesen kamen immerhin auf 5,8 Wochenstunden. Alle drei Länder lagen damit allerdings noch unter dem Länderdurchschnitt von 6,4 Wochenstunden. Der Durchschnittsbürger verbringt heute also weniger als eine Stunde pro Tag mit der Zubereitung seiner Speisen. 

Boomendes Geschäft nicht nur an Feiertagen: Noch bilden Studenten und Büroangestellte den größten Kundenstamm chinesischer Lieferdienste, aber auch in die Wohnviertel düsen die Essensboten mit ihren Elektrobikes immer häufiger. 

Berufliche Belastung und Zeitmangel, Single-Dasein und mehr Geld im Portemonnaie für zeitsparende und bequeme Alternativen – es gibt viele Gründe, weshalb im Alltag von Paris bis Peking immer weniger Menschen den Kochlöffel schwingen. Doch anders als etwa in Deutschland oder Frankreich, wo viele Menschen oft auf wenig nahrhafte Snacks, Fastfood oder Fertiggerichte aus dem Kühlregal zurückgreifen, will man sich in China, dem Land der Leckermäuler, so einfach nicht abspeisen lassen. In der Volksrepublik haben findige Geschäftsleute längst aus der Not eine Tugend gemacht und zahlreiche Online-to-Offline-Geschäftsideen ersonnen, um auch im schneller gewordenen Lebensrhythmus der Moderne auf bequeme Weise eine leckere und ausgewogene Mahlzeit auf den Teller zu bringen. 

Neue Wege der Nahrungsmittelbeschaffung

Eine Branche, die hier seit einigen Jahren besonders boomt, ist die der Lieferservice-Websites. Nach einer Erhebung von Analysys Qianfan erreichte der chinesische Markt für Onlinelieferdienste im vergangenen Jahr ein Finanzvolumen von stolzen 45,8 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 6,4 Milliarden Euro, eine Zunahme von über 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den nächsten fünf Jahren dürfte der Markt weiter kräftig wachsen, so die Prognose. Bis 2018 wird er laut Analysys Qianfan voraussichtlich ein Volumen von 245,5 Milliarden Yuan (34,4 Milliarden Euro) erreichen. 

Zu den Big Playern der chinesischen Branche zählen neben den Lieferdiensten einiger großer Restaurantketten wie McDonalds, die mittlerweile natürlich auch ihre eigene App lanciert haben, unter anderem die Plattformen Meituan Waimai (美团外卖), ele.me (饿了么), Taobaos Delivery-App Tao Diandian (淘点点), Baidu Waimai (百度外卖) sowie die Liefer-App des Onlineriesen Jingdong (东京到家). Sie alle landeten 2015 in den Top 10 der chinesischen Downloadcharts für Lieferservice-Apps (Quelle: askci.com). 

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