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Wertvolle Lösungskonzepte für die Welt – China vor dem XIX. Parteitag

Von Kou Liyan*  ·   2017-10-09  ·  Quelle:China Heute
Stichwörter: Parteitag; KP Chinas; Politik
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Alle fünf Jahre, immer dann, wenn der goldene Herbst in Chinas Hauptstadt anbricht und die Ahornblätter auf dem Xiangshan, dem „Duftberg“ im Westen Beijings, sich rot färben, steht die gesamte Metropole im Zeichen eines besonderen politischen Ereignisses. Ein Ereignis, auf das auch Ausländer in der Hauptstadt mit Spannung blicken, darunter hochrangige Manager multinationaler Unternehmen, Journalisten und auch Lehrkräfte an verschiedenen Schulen und Universitäten. Alle blicken dann auf das politische Zentrum der Hauptstadt, vom Intellektuellen bis zum einfachen Taxifahrer. 

Der Grund liegt im Parteitag der KP Chinas, der hier alle fünf Jahre tagt. In diesem Jahr wird es am 18. Oktober soweit sein. Dann wird in der Metropole der XIX. Parteitag der KP Chinas ausgerichtet. Auch viele Ausländer schenken dem Ereignis größte Aufmerksamkeit. Nicht nur, um sich einen Überblick über die Errungenschaften die KP Chinas in den vergangenen fünf Jahren zu verschaffen, sondern auch um zu erfahren, welchen Weg China in den kommenden fünf Jahren einschlagen und inwiefern die Marschroute des Landes sich auf ihr persönliches Leben auswirken wird. Wer den politischen Puls des Reichs der Mitte erfühlen will, dem möchte ich in dieser Hinsicht zwei Bücher ans Herz legen: Zum einen „Xi Jinping: Sieben Jahre als gebildeter Jugendlicher auf dem Land“ und zum anderen das Werk „Befreiung aus der Armut“. Beide Bücher beleuchten über zahlreiche Anekdoten und Erfahrungsberichte eingehend die Logik hinter der Innen- und Außenpolitik, die China nicht erst seit dem XVIII. Parteitag praktiziert. 

Herbstkulisse mit Ginkgobäumen in der Stadt Pizhou, Provinz Jiangsu. Der Herbst ist auch die Jahreszeit, in der in Chinas Hauptstadt Beijing alle fünf Jahre der Parteitag der KP Chinas stattfindet.
Die KP Chinas hält unbeirrt daran fest, dass alle nationale Politik auf der Realität des Landes beruhen muss, nämlich darauf, dass China sich noch immer im Anfangsstadium des Sozialismus befindet. Produktions- und Lebensstandard der Volksrepublik liegen nach wie vor relativ niedrig und die Systeme und Institutionen des Landes weisen noch immer Unvollkommenheiten auf. Armut ist eine logische Folge dieser Situation. 

Doch der Begriff „Armut“ sollte sich hier nicht auf die ökonomische Sphäre beschränken. In seinem Werk „Befreiung aus der Armut“ schreibt Xi Jinping, Generalsekretär der KP Chinas und Staatspräsident des Landes: „Wir müssen zuerst die Armut im Bewusstsein und in unseren Gedanken überwinden, um unser Land erfolgreich aus der Armut zu befreien.“ 

Ich glaube, dass Xi Jinping persönlich ein tiefer gehendes Verständnis des Wortes „Armut“ hat als die meisten von uns. Er hat die Armut am eigenen Leibe erlebt. 1969, im Alter von 15 Jahren, wurde Xi als gebildeter Jugendlicher nach Liangjiahe entsendet, ein ärmliches Dorf im Nordwesten Chinas. Dort blieb er insgesamt sieben Jahre. In seinem Buch „Xi Jinping: Sieben Jahre als gebildeter Jugendlicher auf dem Land“ schreibt er, dass „Armut“ in Liangjiahe eigentlich ein „Euphemismus“ für das Leben in der Gegend zu dieser Zeit war. Nach westlichen Standards könnte das Adjektiv „primitiv“ verwendet werden. 

Wegen der Nahrungsknappheit mussten sich die Dorfbewohner und Xi damals oft über Wochen nur von gemahlener Weizenkleie ernähren. Fleisch stand damals nicht auf dem Speiseplan, ja selbst Gemüse war meist knapp. Es gab keinen Strom und Brennstoffe waren nur schwer zu beschaffen. Um Holz für die Heizung und das Kochen zu sammeln, setzten die Dorfbewohner teils ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Zweige aus den sintflutartigen Hochwassern bargen. Transportmittel standen ihnen nicht zur Verfügung, so dass sie bepackt mit mehr als 100 Kilogramm Getreide auf dem Rücken manchmal drei bis sechs Meilen zu Fuß zurücklegen mussten. 

Um diese materielle Armut zu kompensieren, verbrachte Xi neben der Feldarbeit viel Zeit damit, Bücher zu lesen. Der siebenjährige Aufenthalt in Liangjiahe hat bei ihm einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ihm begegneten viele Chinesen, denen es am Nötigsten mangelte, die sich nicht warm kleiden und satt essen konnten. 

Nachdem Xi zum Dorfleiter gewählt wurde, unternahm er größte Anstrengungen, um die Einheimischen aus der Armut zu befreien. Er erforschte die Verwendung von Methan als Brennstoff und ließ eine Eisenwerkstatt sowie eine Verkaufsgenossenschaft errichten. Auch veranstaltete er Kurse für Analphabeten. Als er zum Studium nach Beijing zurückkehrte, hatte sich das Leben in dem kleinen Dorf schon deutlich verbessert. 

Wer Xis Erinnerungen seiner Jugendjahre auf dem Land gelesen hat, wird besser verstehen, warum China Ende der siebziger Jahre die Reform- und Öffnungspolitik einführte. Es gab keinen anderen Weg, um die allgegenwärtige, bedrückende Armut in China zu beseitigen. Als Xi Jinping 2012 zum Generalsekretär des Zentralkomitees der KP Chinas gewählt wurde, musste sich das Gros der Bevölkerung keine Sorgen mehr machen um die Versorgung mit dem Lebensnotwendigsten. Aber die Armut war trotz allem noch immer nicht völlig besiegt. 

Es gibt letztlich zwei Perspektiven, aus denen man dieses Problem betrachten kann. Erstens aus rein ökonomischer Perspektive, denn noch immer leben heute in China mehr als 100 Millionen Menschen unterhalb der anerkannten Armutsgrenze. Zweitens erwarten jedoch diejenigen, die mit dem Lebensnotwendigsten bereits ausreichend versorgt sind, heute mehr vom Leben und verspüren daher einen Mangel im weiteren Sinne. Sie sehnen sich nach einem besseren Leben, für das die KP Chinas mit aller Kraft kämpft und das die Partei auch in den nächsten fünf Jahren sowie darüber hinaus unter aller Anstrengung anstrebt. 

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