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Abbau der digitalen Kluft: Intelligente Produkte für Ältere entwickeln

Von Yin Kang  ·   2021-03-10  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Senioren;Technologien;China
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Der breite Einzug der modernen Technik in die chinesische Gesellschaft hat den meisten in vielerlei Hinsicht Annehmlichkeiten gebracht. Bekannte Beispiele sind die Verwendung von QR-Codes beim Bezahlen, beim Zutritt zu Gebäuden oder bei vielen Registrierungsvorgängen. Andererseits sehen sich Senioren, die nicht so technikaffin sind, mit wachsenden Schwierigkeiten im täglichen Leben konfrontiert.  

Frau Yang, eine 78-jährige Einwohnerin in Beijing, erzählt von ihren Problemen: „Seit dem Beginn der COVID-19-Epidemie darf man nur nach dem Scannen des Gesundheits-QR-Codes öffentliche Einrichtungen besuchen. Ohne Hilfe anderer kann ich das nicht schaffen. Es ist mir bequemerer, wenn beim Eingang nur die Temperatur gemessen werden muss und ich in bar zahlen kann, zum Beispiel auf dem Gemüsemarkt in der näheren Umgebung meines Zuhauses.“ 

Die Schwierigkeiten der Senioren, sich an smarte Technologien zu gewöhnen, haben während der 4. Tagung des 13. Nationalen Volkskongresses (NVK) und des 13. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) in diesem Jahr zu Diskussionen geführt. Aus der Sicht von Guo Weimin, Sprecher der PKKCV, zeige dies, dass das Problem in manchen Landesteilen Chinas bestehe, trotz des Fortschritts in der intelligenten Technik mangele es noch an persönlichen Dienstleistungen.   

Eigentlich veröffentlichte der Staatsrat schon im November 2020 eine Mitteilung, worin konkrete Maßnahmen zur Lösung der Probleme, denen ältere Menschen bei der Nutzung von intelligenter Technologie gegenüberstehen, vorgestellt wurden. 

Darüber hinaus wurde von den Abgeordneten und Mitgliedern der zwei Tagungen das Thema ins Visier genommen, wie es den Älteren ermöglicht werden kann, an den Vorteilen der Informatisierung teilzuhaben und sich durch bequemere Weise ins moderne Leben zu integrieren.  

Zhang Jindong, NVK-Abgeordneter und Vorstandsvorsitzender des Einzelhandelsriesen Suning, sagte, um die Einflüsse der „digitalen Kluft“ auf die ältere Bevölkerung zu mindern, bedürfe es eines wirksamen Mechanismus von Industrie und Gesellschaft, damit auch die Älteren die intelligente Technik anwenden können und wollen.  

Wang Xiaochuan, PKKCV-Mitglied und CEO der Suchmaschine Sogou, äußerte sich dahingehend, dass die seniorenfreundliche und barrierefreie Nutzung moderner Technologien nicht den hundert Millionen älteren Internetnutzern zugutekommt, sondern auch der Internetindustrie und den mit ihr zusammenhängenden Unternehmen dabei hilft, im Vorfeld der Alterung der Gesellschaft zu modernisieren. 

Anfang dieses Jahres wurde eine spezielle Aktion für die Umgestaltung von Internetanwendungen für Senioren gestartet. Dabei werden 115 öffentliche Dienstleistungswebsites und 43 Smartphoneapps innerhalb des Jahres seniorenfreundlich und barrierefrei angepasst, um sich dem Test von Senioren zu stellen.  

Didi Chuxing, eine der führenden Online-Fahrdienst-Plattformen Chinas, hat im Januar ein Miniprogramm für ihre älteren Nutzer entwickelt und auf den Markt gebracht, das sich durch größere Schrift und einfaches Layout auszeichnet. Im Voraus kann man zwei bis zehn oft benutzte Adressen darin speichern. Wenn die Senioren ein Taxi bestellen wollen, reicht ein einziger Klick.  

Im Interview mit der Beijing Rundschau sagte Gou Maoyu, Designer des chinesischen Unternehmens iFlytek Co. Ltd., dass sich die seniorenfreundlichen Anpassungen von Anwendungsprogrammen vor allem darauf konzentrieren, die Schriftgröße zu erhöhen, Symbole besser sichtbar zu machen und den Kontrast der Oberflächenfarbe zu erhöhen. Künftig werden Funktionen wie Spracheingabe und -erkennung entwickelt, um den Senioren Schwierigkeiten durch Lesen und Tippen zu nehmen.   

Laut Zhang Jindong ist es nötig, die Popularisierung und Weiterentwicklung der intelligenten Geräte gezielt zu verstärken, spezielle Smartphones oder Muster zur Erhöhung der Bequemlichkeit herzustellen, so dass es den Älteren gelingen kann, die „digitale Kluft“ zu überschreiten und mit dem Zeitalter des intelligenten Lebens Schritt zu halten.  

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Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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