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Paradigmawechsel — Anpassung der Welt an die sich entwickelnde internationale Landschaft

Von An Gang  ·   2017-12-19  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Welt;Trump;Flüchtlingskrise
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Die Welt von 2017 ist geprägt von Turbulenzen und Chaos. Als Ausgangspunkt für die Beurteilung der Geschehnisse im vergangenen Jahr, bietet sich die Deutung zweier internationaler Konferenzen an, die in diesem Zeitraum stattgefunden haben.  

Angesichts der Zukunftsängste, die durch Trumps Präsenz im Weissen Haus und die europäische Flüchtlingskrise ausgelöst wurden, stellte die 53. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), die im Februar stattfand, einen erster Event dar, bei dem Beobachter aus Europa öffentlich die Meinung kundgaben, dass sich die Welt nun in  einem Zustand befinde, in dem die Ära des Westens und vielleicht gar der Ordnung vorüber sei.  

Wolfgang Ischinger, Vorsitzender des MSC, äußerte seine Besorgnis darüber, dass das Wachstum antiliberaler Bewegungen traditionelle westliche Werte und demokratische Politik untergraben habe und dass die offene Gesellschaft selbst angegriffen werde, Faktoren, die letztlich den Niedergang des Westens als Weltmacht beschleunigt hätten. Er stellte sich zudem die Frage, ob die alte internationale Ordnung dadurch nun zu Auseinanderbrechen drohe und eine neue Weltordnung im Begriffe sei, Gestalt anzunehmen.  

Die zweite derartige lehrreiche Veranstaltung im Jahr 2017 stellte das 14. Jahrestreffen des internationalen Diskussionsklub Waldai, der am 16. Oktober in Sotschi, Russland, stattfand, dar. Während sich das Treffen in vergangenen Jahren auf innenpolitische Trends in Russland konzentrierte, stand dieses Mal die internationale Ordnung im Mittelpunkt der hitzigen Debatte. Der Konsens zwischen den anwesenden Delegierten beruhte darauf, dass es als allgemein als unrealistisch betrachtet wurde, dass in Zukunft eine Weltordnung entstehe, die eine hegemoniale Global Governance anstrebe, während die Entmilitarisierung die einzige Lösung für die Probleme der Welt darstellen sollte. Es herrschte weiter weitgehende Einigkeit darüber, dass der Aufbau einer solchen neuen Ordnung mit Sicherheit einen schwierigen Prozess darstellen werde und dass sich die Welt derzeit tatsächlich am Rande der Unordnung befinde. 

Eine Welt im Umbruch 

Die Themen dieser beiden ansonsten sehr unterschiedlichen Events sind sich insofern ähnlich, als dass sie Situationen thematisieren, die sich zwar an ganz unterschiedlichen Orten auf der Welt ereignen, von ihrer Substanz her allerdings viel miteinander gemeinsam haben. In den letzten Jahren waren die Vereinigten Staaten von innenpolitischer Dysfunktion betroffen, und die Folgen der Kriege, in die die USA verwickelt sind, beginnen sich allmählich auch über die Landesgrenzen hinweg bemerkbar zu machen. China hingegen ist weiterhin auf dem Vormarsch und sein weltweiter Einfluss nimmt stetig zu. Der große Plan der europäischen Integration ist bis anhin kläglich gescheitert und Europas internationales Ansehen als Zentrum einer westlichen Ordnung scheint ebenso zum Scheitern verdammt zu sein, während turbulente Ereignisse sowohl innerhalb als auch außerhalb Russlands den Status des Landes als Weltmacht untergraben haben. In Indien wurde der Aufwärtstrend der indischen Wirtschaft durch interne Probleme und insulares strategisches Denken begrenzt. Inmitten all dessen haben sich die grenzüberschreitenden Herausforderungen, die alte und neue Probleme der Wirtschaft, der Sicherheit und der Gesellschaft mit sich bringen, weitgehend verschärft, und als Reaktion darauf haben die gegenwärtigen internationalen multilateralen Institutionen der Welt lediglich ihre Ineffizienz und ihre Grenzen verdeutlicht.  

Die internationale Situation im Jahr 2017 ist nach wie vor von Großereignissen und großen Veränderungen geprägt, die diese chaotischen Zeiten nur allzu gut widerspiegeln. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind durch drei wichtige Ereignisse, nämlich die anhaltende Syrien-Krise, den Folgeeffekt des Patts über die Ukraine sowie den Wahlskandal, der die Trump-Regierung seit seiner Amtseinführung heimgesucht hat, stark belastet. Im Zuge dieser Entwicklungen ist es nur schwer vorstellbar, dass sich die Situation in naher Zukunft verbessern wird, da beide Länder in erster Linie daran interessiert sind, an ihrer eigenen geopolitischen Zielen festzuhalten.  

Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Nuklearfrage auf der Koreanischen Halbinsel schnell zum wichtigsten Sicherheitsproblem der Region geworden. Nordkorea führte im September seinen sechsten Atomtest durch, und die ballistischen Raketenstarts verstoßen weiterhin gegen internationale Vorschriften. Diese Tests haben gezeigt, dass die Nukleartechnologie der Nation bedeutende Fortschritte gemacht hat, und das internationale Regime für die Nichtverbreitung von nuklearen Waffen steht dementsprechend vor der schwersten Krise seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Vereinigten Staaten haben ihrerseits von der bisherigen internationalen Strategie abgewichen, das Problem friedlich durch Dialog und Verhandlungen lösen zu wollen, und stattdessen ihren eigenen militärischen Abschreckungs- und Einschüchterungs-Plan durch die Stationierung des THAAD-Raketenabwehrsystems in Südkorea in Gang gesetzt, in dem Bemühen, das strategische Gleichgewicht in der Region zu brechen. 

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