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Meistertitel geht an die Peking-Universität

Von Ren Bin  ·   2019-10-23  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Goethe;Shandong
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Zwölf Jahre bilden im chinesischen Tierkreiszeichen einen abgeschlossenen Zyklus. Dass der Nationale Debattierwettbewerb für Germanistikstudenten zum 12. Mal in China stattfindet, ist ein Beweis dafür, wie beliebt diese Veranstaltung unter den chinesischen Germanisten und wie angesagt die deutsche Sprache allgemein in China ist. 

Am vergangenen Wochenende wurde der diesjährige Debattierwettbewerb für Germanistikstudenten an der Shandong Youth University of Political Science veranstaltet. Der Teilnehmerkreis setzte sich aus 96 Studentinnen und Studenten zusammen, die von 48 Deutsch-Fakultäten aus ganz China ausgesucht wurden.

Das Gewinnerduo, Li Muhan (links) und Zhang Haoying von der Peking-Universität, im Finale. 

Im Finale fand die Debatte zwischen Studierenden der Peking-Universität und der Tongji-Universität aus Shanghai statt. Die Frage, die es zu debattieren galt, lautete, ob der Lernfortschritt von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden im Unterricht durch künstliche Intelligenz erfasst und analysiert werden sollte. Die Pro-Seite, Zhang Haoying und Li Muhan von der Beijinger Hochschule, hat sich schließlich gegen ihre Rivalen aus Shanghai durchgesetzt und bekam dafür vom Goethe-Institut ein Stipendium für einen einmonatigen Sprachkurs in Deutschland. Die Vize-Meister, Zhang Jiahao und Wang Xinyi, werden bei einem einmonatigen Studienaufenthalt an einer deutschen Hochschule vom DAAD finanziert. Die Teams von der Beijing Foreign Studies University und Ocean University of China kamen auf den dritten Platz.

Der Vize-Titel geht an Zhang Jiahao (links) und Wang Xinyi von der Tongji-Universität. 

„Das Gewinnerteam hat den Titel verdient, obgleich es nicht das einzige war, das sehr gut war“, sagte Andreas Wistoff, einer der Juryvorsitzenden, über die Leistung des Meister-Duos nach der Preisverleihung. „Sie können Deutsch so gut wie Muttersprachler. Mich hat auch die scharfe Analyse besonders beeindruckt, wie genau sie im Finale die einzelnen Worte sowie deren Nebenbedeutung beachtet haben. Das war brillant!“ begründete der Experte der Deutschen Botschaftsschule Peking.

Doch das Meisterduo selbst zeigte sich nach der Ergebnisverkündung sehr bescheiden: „Ich bin etwas überrascht über den Sieg. Selbstverständlich spielte das Glück dabei auch eine Rolle“, sagte Li Muhan von der Peking-Universität. Viele seiner Gegner hätten ihn durch ihre scharfe Aggression, ihren eleganten Gesprächsstil beziehungsweise ihre logischen Argumente beeindruckt. Er habe sich aber besonders darüber gefreut, sich mit den Teilnehmern von anderen Deutschabteilungen anzufreunden und sich mit ihnen ausgetauscht zu haben, so der Student, der bemerkenswerterweise erst vor drei Jahren mit dem Deutschlernen begonnen hat.

Im Finale wird die Frage debattiert: Sollte der Lernfortschritt von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden im Unterricht durch künstliche Intelligenz erfasst und analysiert werden? 

Der Nationale Debattierwettbewerb wird vom Goethe-Institut und dem Anleitungskomitee für Germanistik des Chinesischen Bildungsministeriums gemeinsam veranstaltet. Mittlerweile hat er sich zu einem festen Bestandteil im Kalender der chinesischen Germanistik entwickelt.

Cong Mingcai, Vizerektor der Dalian University of Foreign Languages und zugleich Mitglied des Anleitungskomitees sagte, dass er in den letzten Jahren dem Wettbewerb mehrmals beigewohnt habe. Seinem Eindruck nach steigert sich das sprachliche, gedankliche sowie argumentative Niveau der Teilnehmer von Jahr zu Jahr. Er bezeichnete unter anderem das Debattieren als die „Königsdisziplin“ des Fremdsprachenlernens, da es eine Kombination aus ausgezeichneten Sprachfähigkeiten, einem breiten Wissen sowie logischem Denken darstelle. Die Teilnehmer müssten zudem die chinesische Landeskunde gut beherrschen, so dass sie die chinesischen Geschichten in fremden Sprachen erzählen und somit das Selbstvertrauen auf die eigene Kultur erhöhen können.

Jan Sprenger, Vizeleiter des Goethe-Instituts China, hält eine Rede bei der Eröffnung. 

Jan Sprenger, Vizeleiter des Goethe-Instituts China, meint, der Debattierwettbewerb gleiche einer Bühne des Austauschs. Dabei würden die Teilnehmer nicht nur viel über die deutsche Kultur, sondern auch über sich selbst erfahren. „Wir lernen eine Sprache nicht für Prüfungen oder Zeugnisse, wir lernen eine Sprache, um mit anderen zu sprechen. Und möglichst viel miteinander zu sprechen ist etwas, was wir niemals aufgeben sollten“, führte der Organisator aus.

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Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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