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Konfuzius-Institute weltweit – Ein wachsendes Netzwerk und wachsende Herausforderungen

Von Li Jie  ·   2017-03-23  ·  Quelle:China Heute
Stichwörter: Konfuzius-Institute;Bildung;China
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Boom dank China-Fieber 

„Was unterscheidet die große Siegelschrift (Dazhuan), die kleine Siegelschrift (Xiaozhuan) und die Kanzleischrift (Lishu) voneinander?“ Diese Frage stellte ein Kursteilnehmer im Unterricht des Konfuzius-Instituts des University College Dublin an seine Lehrerin Li Yiqi, eine chinesische Freiwillige im Team der Einrichtung. Bei dem Fragensteller handelte es sich um einen 60-jährigen Pensionär. Der Ire wollte ein Buch über die Entwicklung der chinesischen Schriftzeichen schreiben und brannte förmlich darauf, sich mit Li über dieses Thema auszutauschen. 

Einige Kursteilnehmer tragen stets die Gedichtsammlung „Dreihundert Tang-Gedichte“ bei sich und sprechen mit Li über das Werk, wann immer sich die Möglichkeit ergibt. Li zeigt sich zutiefst begeistert von diesem Elan für das Erlernen der chinesischen Sprache, der das China-Fieber widerspiegelt, das sich seit einigen Jahren in Irland abzeichnet. Anlässlich einer Geburtstagsfeier singen die Kursteilnehmer gemeinsam die chinesische Variante von „Happy Birthday“ und nach dem Kurs erkundigen sich einige junge Kursteilnehmerinnen, wo sie CDs der chinesischen Boyband TFboys kaufen können. Mittlerweile hält selbst Chinas Popkultur ersten Einzug in den Alltag der irischen Jugend. 

In Irland verzeichnen die Konfuzius-Institute bereits eine umfassende Abdeckung in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen sowie Universitäten, Hochschulen und auch die allgemeine Bevölkerung. Jedes Jahr nehmen mehr als 5000 Grund- und Mittelschüler am Chinesischunterricht teil. Darüber hinaus bietet das Konfuzius-Institut am University College Dublin auch Begleitmaterialien für eine wöchentliche Radiosendung namens „Hallo, China“. 

Auch die Kurse am Konfuzius-Institut der Universität Helsinki, an dem Wang Hong tätig ist, vermitteln mittlerweile nicht mehr nur Grundlagen der chinesischen Sprache, sondern auch moderne Mediensprache und Alltagskultur. Einige Kursteilnehmer haben nach ihrem Hochschulabschluss eine Anstellung als Chinesischlehrer an einer örtlichen Schule angenommen und geben so ihre Kenntnisse der chinesischen Sprache und Kultur weiter. 

Mit dem Einzug chinesischer Produkte in immer mehr ausländischen Haushalten, ein Trend, der vor gut zehn Jahren einsetzte und sich seither fortsetzt, lenken auch die chinesische Sprache, Kultur und Gesellschaft vermehrt die weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Angelehnt an die Erfahrungen Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und Spaniens bei der Förderung der Verbreitung ihrer Landessprachen, begann im Jahr 2004 auch China, eigene Studien zur Gründung von Non-Profit-Bildungseinrichtungen im Ausland durchzuführen. Noch im selben Jahr eröffnete das erste Konfuzius-Institut seine Pforten. 

Die Leitprinzipien der Einrichtungen sind in den „Vorschriften der Konfuzius-Institute“ niedergeschrieben. Darin heißt es: „Die Konfuzius-Institute bemühen sich darum, sich den Anforderungen von Menschen in verschiedenen Ländern und Regionen in Bezug auf das Erlernen der chinesischen Sprache anzupassen. Sie werden dazu beitragen, das Verständnis der chinesischen Sprache und Kultur der Völker der betreffenden Länder zu verbessern, den Bildungs- und Kulturaustausch sowie die Zusammenarbeit zwischen China und den betreffenden Ländern zu verstärken und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und dem Ausland zu vertiefen, um so die Entwicklung des Multikulturalismus und den Aufbau einer harmonischen Weltgemeinschaft zu fördern.“ 

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